Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?

geschrieben von Willy Wusel 
Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 28.07.2010 13:18:38

Das hier mag sich jeder Interessierte selbst durchlesen und sich seinen Teil denken.
[www.spiegel.de]
[www.taz.de]
Hier die den Artikeln zugrunde liegende Untersuchung:
[www.iaq.uni-due.de]
Aus meiner Sicht ist das ein Skandal und es ist beschämend.
In was für einem asoialen Land leben wir eigentlich, dass wir ein solches Maß an Ausbeutung noch zulassen. Wir leben im 21. Jahrhundert verdammt noch mal.
Was mich als Grün-Wähler erschüttert: Selbst bei den Grünen gibt es offenbar nur einen hauchdünnen Vorsprung für Mindestlöhne.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 28.07.2010 13:59:21

Wegbereiter für diesen Skandal war die SPD und die Grünen mit dem HartzIV-Dekret.

Zitat:
Willy Wusel
Was mich als Grün-Wähler erschüttert: Selbst bei den Grünen gibt es offenbar nur einen hauchdünnen Vorsprung für Mindestlöhne.

So überrascht bin ich davon nicht. Joschka Fischer z.B. sitzt jetzt im BMW-und Siemens-Vorstand und profitiert von den Billiglöhnen.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 28.07.2010 22:03:50

Alles unter 15.- Euro/h ist asoziales Lohdumping zum Wohle von Leuten, die eh schon zu viel haben.

Und da reden wr von über 25 Millionen Menschen.

Jedenfalls was Leute mit mind. abgeschlossenem Lehrberuf angeht.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 29.07.2010 12:36:09

Zitat:
Willy Wusel
Was mich als Grün-Wähler erschüttert: Selbst bei den Grünen gibt es offenbar nur einen hauchdünnen Vorsprung für Mindestlöhne.

Ich freue mich, dass Sie dies offen sagen. Und vielleicht fühlen sich mehr Wähler, Mitglieder und Sympathisanten in der Lage, diese Erschütterung und vielleicht auch Verärgerung hierüber offen auszudrücken. Die Tatsache, dass für Mindestlöhne innerhalb der grünen Partei offensichtlich nur eine hauchdünne Mehrheit existiert, sollte für alle in dieser Partei Aktiven nicht hinnehmbar sein. Nicht umsonst sprach ich in der Vergangenheit von grünbürgerlichen Befindlichkeitsstörungen, um diese weltabgeschiedene Sicht der Dinge zu kritisieren.

Ihr Beitrag zeigt mir: es ist noch nicht alles verloren für die grüne Partei.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 29.07.2010 12:43:11

Zitat:
GlobalSozialGruen schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ihr Beitrag zeigt mir: es ist noch nicht alles
> verloren für die grüne Partei.
Na ja. Ich bin da nicht so optimistisch. Wenn ich mir anschaue, wo überall Grüne mit der CDU flirten, obwohl wir in Umfragen derzeit eine geradezu gewaltige Mehrheit (über 20% Vorsprung vor schwarz-gelb) für eine rot-rot-grüne Koalition haben, dann frage ich mich, was noch alles passieren muß, damit die Grünen die Partei, die bundesweit gegen einen Mindestlohn und für die Kernkraft ist, endlich mal klar und eindeutig in den Senkel stellt.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 29.07.2010 16:30:58

Manche tun ja gerade so, als wären Parteien grundsätzlich eine Menge völlig homogener
Meinungen. Wäre in manchen Fällen zwar schön, aber ist wohl kaum realistisch.

Von daher wäre es doch schon noch interessant etwas genauer zu erfahren, worauf die
knappe Mehrheit für Mindestlöhne bei den Grünen zurück zu führen ist.

Sind die Ablehnenden Parteimitglieder grundsätzlich gegen jede Form von Mindestlöhnen
oder bezieht sich ihre Ablehnung auf bestimmte Modelle für Mindestlöhne?

Viel zu oft (und das ist bei allen Parteien der Fall) wird den anderen im Falle einer Ablehnung
vorgeworfen, sie sein grundsätzlich gegen dieses oder jenes, oft ist es aber so, dass die
Ablehnung sich auf Bestimmte Punkte eines Themenbereichs bezieht und deswegen keine
Unterstützung erfolgt.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 29.07.2010 17:04:45

...die Billiglohnempfänger sollen halt froh sein, dass sie überhaupt
Arbeit haben und noch etwas verdienen....
Dankschreiben der Reichen!
 29.07.2010 17:11:16

Wollen wir ehrlich sein: du wirst nie im Lotto gewinnen!

Andererseits sind deine Chancen ziemlich gut, den Rest deines Lebens damit zu verbringen in deinem jämmerlichen Job zu weiter zu schuften.

So ist das nun mal, wenn man in die falsche soziale Klasse geboren wird - du bist ein Mitglied der Arbeiterkaste. Schade!

Deshalb hast du weder die Erziehung, noch die Verbindungen, die Manieren, das Äußere und den guten Geschmack, um jemals einer von uns zu werden. Du bräuchtest ein Buch der Größe eines Lexikons (the yellow pages), um all die unfairen Vorteile zu kennen, die wir über dich haben. Das beruhigt uns und wir sind überzeugt davon, dass du auch weiterhin an all die dummen Märchen von "Gerechtigkeit" und "Chancengleichheit" glauben wirst.
Natürlich hat es in einem hierarchischen sozialen System wie dem unseren, noch nie viele Raum an der Spitze gegeben. Außerdem ist der bereits von uns besetzt - und glaub uns, uns gefällt es hier so gut, dass wir ihn behalten werden. Aber schließlich gibt es in der sozialen Hierarchie naturgemäß auch noch Menschen die selbst unter dir stehen, und denen du von Zeit zu Zeit mal auf die Fresse schlagen kannst. Jede "Spülmaschine" kann in der Hackordnung noch Schlamm unter sich finden, über den sich zu spotten und auf ihn zu spucken lohnt. Sei also dankbar über alle Leiharbeiter, Prostituierten und Obdachlosen.

Denke immer daran, dass wenn Menschen wie du unsere wirtschaftliche Sicherheit und sozialen Privilegien genießen würden, niemand mehr all die langweilige, gefährliche und schlecht bezahlte Arbeit für unsere Wirtschaft tun würde. Keiner würde mehr für unsere Kriege kämpfen, keiner würde blind den Regeln unserer totalitären Konzerne gehorchen. Und bestimmt würde niemand in Sanftmut sterben, ohne ein erfülltes und kreatives Leben gelebt zu haben. Deshalb, mach deine gute Arbeit weiter!
Wahrscheinlich fehlt dir auch dieses gierige, zwanghafte Streben nach Reichtum, Macht und Prestige, dass uns eigen ist. Und selbst wenn du aufrichtig wünschtest dein Leben zu ändern, hättest du doch Angst vor der Erfüllung deines Wunsches, der dich und Leute wie dich in einem Status der Vorhölle hält. Geh also weiter durchs Leben und spiel mechanisch die dir zugewiesene Rolle. Was würden denn die anderen denken, wenn du es wagtest daraus auszubrechen?

Natürlich versuchen wir euch gegeneinander auszuspielen, wann immer es unseren Zwecken dient: gutbezahlte Arbeiter gegen schlechtbezahlte, gewerkschaftlich organisierte gegen nicht organisierte, Schwarz gegen Weiß, Männer gegen Frauen, amerikanische Arbeiter gegen Japaner, gegen Mexikaner, gegen . . .

Wir drücken ständig eure Löhne, mit Mitteln wie "Auslandskonkurrenz", dem "Gesetz von Angebot und Nachfrage", der "Staatssicherheit" oder der "Staatsverschuldung", und wenn ihr nicht auf Linie bleibt oder unsere Gewinne gefährdet, schmeißen wir euch auf den Schrottplatz der Arbeitslosigkeit. Um euch eine gelegentliche Pause von der Monotonie unserer täglichen Wirtschaftserpressung zu geben, erlauben wir euch an unseren inszenierten "Wünsch Dir Was-Spielen" teilzunehmen, die dem Pöbel besser als "Wahlen" bekannt sind.

Zum Glück habt ihr nicht den Hauch einer Ahnung davon was wirklich geschieht - stattdessen macht ihr "Ausländer", "baumumarmende Umweldexperten", "Nigger", "Juden", "Sozialfürsorge-Königinnen" und unzählige andere für euer Elend verantwortlich.
Wir freuen uns, dass so viele von euch das "Arbeits-Ethos" hoch halten, auch wenn die meisten Jobs unserer Wirtschaft die Umwelt und euch mit Füßen treten, eure körperliche und emotionale Gesundheit ruinieren und euch grundsätzlich das Leben aus den Adern saugen.

Wir kennen wirkliche Arbeit nicht, sind aber sehr zufrieden damit, dass ihr sie kennt.

Natürlich könnte das Leben anders sein. Arbeit könnte intelligent organisiert sein, um den wirklichen Bedarf aller Menschen zu decken. Du und andere wie du könnten sich zusammenschließen, um sich von der Unterdrückung durch uns zu befreien. Aber das wisst ihr nicht. Tatsächlich könnt ihr euch nicht einmal vorstellen, dass eine andere Lebensweise möglich ist. Und das ist wahrscheinlich die größte und bedeutendste Errungenschaft unseres Systems - euch eurer Vorstellungskraft, eurer Kreativität und der Möglichkeit für sich selbst zu denken und zu handeln beraubt zu haben.

So wollen wir uns wahrhaftig und aus ganzem Herzen bei euch bedanken. Euer unterwürfiges Opfer macht unseren korrupten Luxus möglich. Eure Arbeit hält unser System aufrecht. Herzlichen Dank dafür, dass ihr "wisst" wo ihr hingehört - ohne euch dessen bewußt zu sein.
Re: Dankschreiben der Reichen!
 29.07.2010 18:27:19

Alfredo, dass Dankschreiben gefällt mir ausserordentlich und ich drucke es aus und werde es
eingerahmt in mein Büro und ans schwarze Brett hängen...danke - Dein Blutsbruder Andreas !!!
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 00:03:40

Zitat:
Willy Wusel
Na ja. Ich bin da nicht so optimistisch. Wenn ich mir anschaue, wo überall Grüne mit der CDU flirten, obwohl wir in Umfragen derzeit eine geradezu gewaltige Mehrheit (über 20% Vorsprung vor schwarz-gelb) für eine rot-rot-grüne Koalition haben, dann frage ich mich, was noch alles passieren muß, damit die Grünen die Partei, die bundesweit gegen einen Mindestlohn und für die Kernkraft ist, endlich mal klar und eindeutig in den Senkel stellt.

Ich denke Sie sehr gut zu verstehen. Erfreulich ist dies wahrlich nicht.

Wissen Sie, vor einiger Zeit sagte mir ein gestandener Unternehmer (der gute Tariflöhne bezahlt und weiss, dass er gute Arbeit nur für gutes Geld bekommt) einmal, dass sich die Welt nicht verändern liesse. Ich denke, dies war der einzige Augenblick, in dem ich ihm nicht zustimmen konnte. Ich denke, man kann sie verändern, jeder für sich und sei es nur ein kleines Stück weit. Hierzu gehört auch der Mut, öffentlich zu sagen, dass man unter anderem für Mindestlöhne steht. Selbstredend für solche, welche den Anspruch von "sustainable wages" erfüllen können. Die Argumente hierfür sind uns bekannt und letztlich gibt es ein Argument, das alle anderen schlägt: Arbeit, von der man nicht leben kann, besitzt keinen Wert, kostet Steuergelder und gefährdet die Grundfesten unserer Republik. Selbst Unternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen sprechen sich plötzlich für Mindestlöhne aus, wenn ein regelloser Markt beginnt, ihre eigene Existenz nur deshalb zu gefährden. Wer nicht vernünftig bezahlt und sich gegen Mindestlöhne wehrt, darf nicht klagen, wenn Lohndumping zu unfairem Wettbewerb führt und unmotiviertes Personal zur Gefahr für das eigene Unternehmen wird. Es lassen sich viele Gründe finden.

Aus diesem Grunde bin ich weiterhin ein vehementer Gegner von schwarz-grünen Gedankenspielen und "karibischen Nächten". Man kann nicht das eine wollen und dann doch den vermeintlich bequemen Weg beschreiten. Diese Partei, ihre Spitze, ihre Basis, ihre Aktiven, ihre Sympathisanten und Wähler müssen sich über ein Ding bewusst sein: Weiter so und keine Experimente? Oder eine andere, alternative, gerechte Politik? An dieser Frage kommt niemand mehr vorbei, ob nun mit oder ohne Angst vor dem internen Konflikt. Die Zeit der Lauheit ist vorbei.

Ich weiss, der Kampf ist schwer und der Weg ein weiter. Wenn Sie sich jedoch mit dieser Partei verbunden fühlen, wird er Ihnen nicht erspart bleiben, so wenig er mir erspart bleibt. Alternativ hierzu bliebe nur der Weg zur Linkspartei.

Haben Sie Mut.



6 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.2010 00:12 von GlobalSozialGruen.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 01:32:11

@ Alfred : Wenn ich mal den Gedanken zu Ende denke kann also niemand für irgendetwas.Denn der Mörder war vorprogrammiert.Er hatte eine schwere Jugend und konnte sich für keinen anderen Weg entscheiden.Also bilden wir uns nur ein,dass wir irgendetws selbst tun und entscheiden.Der Mörder kann nix für seine Moral,er konnte sich keine andere bilden.Niemand kann sich weiterbilden oder auch nur bessere Umgangsformen erlangen für einen besseren Job.Denn es ist ja vorprogrammiert.So kann ich nichts dafür was ich hier schreibe genausowenig wie alle anderen auch.Es ist halt alles Schicksal.Und ob ich jetzt jemanden beleidige oder nicht liegt nicht in meiner Macht.Viele Grüsse an Alfred.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 01:35:45

Es geht hier nicht um den Neuropsychologischen Determinismus, sondern um das Sozialhierarchische Kastensystem. Am Thema vorbei, setzen sechs.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 01:48:44

Ich kann nix dafür was ich hier schreibe,genausowenig wie Du !!! Das sagt doch Alfred.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 01:59:21

Manche Mörder haben sich ihren Weg "ausgesucht".Nach Alfred konnten sie aber gar nicht anders als z.b. in den Drogenhandel einzusteigen und dann Bandenkriegen zu führen.Desweiten sind dann natürlich die Nazis auch nicht für Ausschwitz verantwortlich.Die konnten ja nicht anders.Nicht meine Meinung sondern die logische Konsequenz nach Alfred.Es gibt ja Religionen die alles als vorbestimmt sehen.Dann brauche ich mir doch keinen Kopf mehr machen.Kann eh nix ändern !
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 05:34:20

andreas fischer schrieb:
-------------------------------------------------------
> ...die Billiglohnempfänger sollen halt froh sein,
> dass sie überhaupt
> Arbeit haben und noch etwas verdienen....

Solche Leute gibt es tatsächlich.

Auf ihnen basierte die Funktionsfähigkeit der "Masche": Nepper, Schlepper, Bauernfänger, dein Name sei Arbeitgeber ohne Gewissen.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 09:30:34

Zitat:
GlobalSozialGruen schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich weiss, der Kampf ist schwer und der Weg ein
> weiter. Wenn Sie sich jedoch mit dieser Partei
> verbunden fühlen, wird er Ihnen nicht erspart
> bleiben, so wenig er mir erspart bleibt.
> Alternativ hierzu bliebe nur der Weg zur
> Linkspartei.
>
> Haben Sie Mut.
Letzten Endes stehen die bald 9 Milliarden Menschen im 21. Jahrhundert vor zwei zentralen Fragen:
1. Wie wollen diese Menschen miteinander leben? Diese Frage kann man als die Soziale Frage bezeichnen.
2. Wie wollen diese 9 Milliarden Menschen sich ihrer Umwelt (die ja fundamental auch ihre Überlebensgrundlage ist) gegenüber verhalten. Diese Frage ist die Umwelt-Frage.
Beide Fragen müssen global von den Völkern dieser Erde, aber auch lokal von jedem Einzelnen beantwortet werden.

Um in Deutschland zu bleiben:
CDU und FDP haben auf keine dieser Fragen auch nur halbwegs akzeptable Antworten. Die SPD ist in der vielumjubelten Mitte angekommen, dies aber um den Preis der besten Antworten auf die wichtigesten beiden Fragen unserer Zeit.

Die Grünen haben auf Frage 2 die mit weitem Abstand besten Antworten.
Die LINKE hat auf Frage 1 die besten Antworten.

Jetzt kann man versuchen, die Grünen dahin zu kriegen, dass sich sich ein bißchen ernsthafter mit der sozialen Frage beschäftigen und so eigene gute Antworten entwickeln, oder man kann versuchen, die LINKE dahin zu bewegen, dass sie auf die Umwelt-Frage die besseren Antworten liefert.

Was mich persönlich anbelangt, ist mir noch nicht ganz klar, was ich tun möchte. Und das will was heißen, nachdem ich 20 Jahre lang Grün gewählt habe...
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 30.07.2010 13:26:53

Seid dem 1600 Jahrhundert gibt der Handel die Bedingungen vor. Robert Kurz hat hierzu ein interessantes Buch geschrieben. Wen es Interessiert und es nicht kennt, hier als pdf zu bekommen.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 02.08.2010 12:45:52

Zitat:
Willy Wusel
Was mich persönlich anbelangt, ist mir noch nicht ganz klar, was ich tun möchte. Und das will was heißen, nachdem ich 20 Jahre lang Grün gewählt habe...

Letztlich haben Sie bereits mit Ihrem Beitrag begonnen, die Welt zu verändern. Sie schreiben deutlich, was Sie denken und wollen und das in aller Öffentlichkeit dieses Forums. Somit an einer Stelle, wo es jeder lesen kann. Damit wird Druck aufgebaut, der Handlungszwang nach sich zieht. Wie sehr man sich mittlerweile nicht mehr der berechtigten Forderung entziehen kann, zeigt sich daran, dass selbst "Apparaschiks" wie Dieter Hundt beginnen, vorsichtig einzuschwenken.

Die derzeitigen Streiks und Demonstrationen von Arbeitern in der chinesischen Wirtschaftssonderzonen, vor allem im Perlfluss-Delta, gegen die desaströs schlechte Entlohnung sprechen das Problem von Schandlöhnen auf der anderen Seite des Globus an. In der Volksrepublik ist dieses Phänomen einer sich wehrenden, sich selbst organisierenden Arbeiterschaft übrigens nicht so ganz neu. In den letzten Jahren fanden deswegen immer wieder Streiks und Demonstrationen statt, auch gegen die eigene Staatsgewerkschaft, was ein Stück weit die Grundfesten des chinesischen Staates erschüttert. Ähnlich gestaltet sich die Lage derzeit in Bangladesch bei den Textilarbeitern. Wenn Sie sich vorstellen wollen, dass man für Monatslöhne in Höhe von umgerechnet etwa 55 Euro kämpft, entsteht die Vorstellung, welche Schandlöhne dort bisher bezahlt wurden.

Wir sehen, der Kampf ist weiterhin das, was er immer schon war: ein globaler. Er wird nicht nur hier geführt, sondern überall. Sie und ich, wir setzen uns beide für gute Arbeitseinkommen ein. Und wir sehen, wir sind nicht alleine damit.

Diesen Umstand sollte man auch bei den Verantwortlichen in der grünen Partei niemals vergessen. Selbst dann nicht, wenn man wieder Teil einer Regierung wird.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.2010 13:34 von GlobalSozialGruen.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 02.08.2010 13:52:14

Willy Wusel schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das hier mag sich jeder Interessierte selbst
> durchlesen und sich seinen Teil denken.
> [www.spiegel.de]
> 08712,00.html
> [www.taz.de]
> mmer-mehr-arbeiten-fuer-weniger/
> Hier die den Artikeln zugrunde liegende
> Untersuchung:
> [www.iaq.uni-due.de]
> 10-06.pdf
> Aus meiner Sicht ist das ein Skandal und es ist
> beschämend.
> In was für einem asoialen Land leben wir
> eigentlich, dass wir ein solches Maß an
> Ausbeutung noch zulassen. Wir leben im 21.
> Jahrhundert verdammt noch mal.
> Was mich als Grün-Wähler erschüttert: Selbst
> bei den Grünen gibt es offenbar nur einen
> hauchdünnen Vorsprung für Mindestlöhne.

Ich habe selbst eine Nachbarin die ohne Urlaubsanspruch für 6 Euro die Stunde Brutto in einem Hotel arbeitet. Nimmt man die An- und Abfahrtszeiten hinzu, die ja auch aufgewendet werden müssen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ergeben sich Stundenlöhne die schlichtweg nicht lohnen.

Die Hoteliers verdienen sich dumm und dappig und die Arbeitnehmer bleiben auf ewig Bettler. Die Verteilung ist schlichtweg indiskutabel. Mit Mindeslöhnen ist dem nicht beizukommen. Es müsste einen Mechanismus geben, der dem Arbeitnehmer automatisch den Lohn gibt den er auch im System erarbeitet. Nur das wäre gerecht.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 02.08.2010 13:56:18

Rainer123 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Seid dem 1600 Jahrhundert gibt der Handel die
> Bedingungen vor. Robert Kurz hat hierzu ein
> interessantes Buch geschrieben. Wen es
> Interessiert und es nicht kennt, hier als pdf zu
> bekommen.


Nicht der Handel allein gibt die Bedingungen vor. Auch wenn der Handel floriert und gut verdient wird, ist das noch keine Garantie dafür dass die Arbeiter in der Folge auch gute Löhne bekommen. Ganz im Gegenteil, wer die Macht hat zu diktieren, der gibt die Bedingungen vor, und das ist der wirtschaftlich Stärkere schon seit ewigen Zeiten.

Hier sollten wir Fortschritte machen, wenn wir wirklich im 21. Jahrhundert ankommen wollen. Gerechte Verteilung des erarbeiteten Reichtums ist eine soziale Aufgabe die dringlich ist.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 06.08.2010 10:49:37

Für die Sommerpause eine Zusammenfassung der Thematik:

Ausbeutung trotz Aufschwung?

In der Illner-Sendung wird zwar nicht viel neues gesagt. Beinhaltet aber ein interessantes Interview mit einem ehemaligen KIK-Mitarbeiter und fast schon bemerkenswert ist, dass in Min. 63 der hochgradig unsympathische AG-RA Naujoks für 3 Sekunden zugibt, dass die Gegenseite Argumente hat die "nachdenklich stimmen" - immerhin das hat Seltenheitswert!!

Die Blondine, bei der es sich offensichtlich um eine echte Blondine handelt winking smiley konnte nur schweigen, wenn ihr ganz einfache logische Zusammenhänge erklärt wurden. Bspw. hat sie sich doch darüber beschwert, dass die Leute nur noch Billigware kaufen ist aber gleichzeitig der Meinung, dass Niedriglöhne völlig i.O. sind. Tja, was soll man zu so viel Intelligenz und zusammenhängendem Denkvermögen noch sagen grinning smiley
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 12:40:05

Zitat:
Flocke
Bspw. hat sie sich doch darüber beschwert, dass die Leute nur noch Billigware kaufen ist aber gleichzeitig der Meinung, dass Niedriglöhne völlig i.O. sind. Tja, was soll man zu so viel Intelligenz und zusammenhängendem Denkvermögen noch sagen

Dies stellt für sich gesehen ein wunderbares Beispiel für den Sachverhalt dar, wonach die erfolgreiche Leitung eines Unternehmens - sofern von besagter Dame geleistet - aus betriebswirtschaftlicher Sicht noch lange nicht die Fähigkeit impliziert, gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge zu begreifen. Ebenso bestätigt es meinen Verdacht, dass die eifrigsten und schlimmsten "Apparatschiks" der Wirtschaftsverbände in der richtigen Beurteilung dieser Zusammenhänge die grössten Defizite aufweisen.

Und schliesslich: wenn ich nicht irre, ist besagte Dame Mitglied der FDP. Es ist erstaunlich, welch "herausragende" Eigenschaften man als Frau dort besitzen muss, um zu Amt und Ehre zu gelangen. Blondinen bevorzugt?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2010 12:41 von GlobalSozialGruen.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 16:11:38

Zitat:
Flocke schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Blondine, bei der es sich offensichtlich um
> eine echte Blondine handelt winking smiley konnte nur
> schweigen, wenn ihr ganz einfache logische
> Zusammenhänge erklärt wurden. Bspw. hat sie sich
> doch darüber beschwert, dass die Leute nur noch
> Billigware kaufen ist aber gleichzeitig der
> Meinung, dass Niedriglöhne völlig i.O. sind.
> Tja, was soll man zu so viel Intelligenz und
> zusammenhängendem Denkvermögen noch sagen grinning smiley
Du hast aber schon mitgekriegt, dass derjenige, der der netten Blondine diese überaus komplizierten Zusammenhänge erklärt hat, mit Vornamen Oskar heißt, damals die SPD verlassen hat und inzwischen die Partei die Linke maßgeblich mitbegründet hat, nehme ich an. Just die Partei also, die Du hier so gerne in Grund und Boden stampfen möchtest.
Dieser Oskar ist noch immer einer der hellsten Köpfe in der Politik-Landschaft. Und das er damals die SPD verlassen hat, nicht zu den Grünen gegangen ist und schlussendlich die Linke mitgegründet hat, ist kein Zufall, sondern hat seine Berechtigung in den von Grünen und SPD gemeinsam geschaffenen Verhältnissen.
Das, was Oskar - ein Linker - in dieser Sendung sagt, hat Hand und Fuß, fast jeder einzelne Satz. Ich würde mir wünschen, dass bei den Grünen mehr Leute (oder überhaupt erst mal Leute) sich zu Wort melden, die das Soziale derart auf ihre Fahnen geschrieben haben. Fällt Dir da eine Name ein?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2010 16:29 von Willy Wusel.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 16:30:22

Willy Wusel schrieb:
-------------------------------------------------------

> Du hast aber schon mitgekriegt, dass derjenige,
> der der netten Blondine diese überaus
> komplizierten Zusammenhänge erklärt hat, mit
> Vornamen Oskar heißt, damals die SPD verlassen
> hat und inzwischen die Partei die Linke
> maßgeblich mitbegründet hat, nehme ich an.


WiiiiiiiiWuuuuuuuu! Würdest Du mir bitte Deine Adresse mitteilen? Ich möchte Dir gerne eine Flasche Tai Ginseng schicken. Ich habe schon mehrmals gesagt, dass ich Lafo mag! Ich mochte ihn schon immer. Ich unterschreibe das sogar, wenn es sein muß. Aber Lafo ist zunächst mal das was eigentlich jeder SPDler sein sollte. Nämlich ein Politiker, der einfache soziale Zusammenhänge begreift, ohne dass man sie ihm lange erklären muss. Er ist kein Kommunist! Und ich würde nicht den Fehler machen, zu glauben die LINKEn hätten keine verborgenen kommunistischen Ziele nur weil Lafo ein LINKEr Oberindianer geworden ist.

> Just
> die Partei also, die Du hier so gerne in Grund und
> Boden stampfen möchtest.

Hab' ich doch gar nicht gesagt confused smiley Ich habe lediglich keine Lust auf Kindergartenspielchen. Darauf hatte ich übrigens schon keine Lust als ich selbst noch im Kindergarten war grinning smiley

> Dieser Oskar ist noch immer einer der hellsten
> Köpfe in der Politik-Landschaft. Und das er
> damals die SPD verlassen hat, nicht zu den Grünen
> gegangen ist und schlussendlich die Linke
> mitgegründet hat, ist kein Zufall, sondern hat
> seine Berechtigung in den von Grünen und SPD
> gemeinsam geschaffenen Verhältnissen.

Erzähl! Ist mir was entgangen....


> Das, was Oskar - ein Linker - in dieser Sendung
> sagt, hat von vorne bis hinten Hand und Fuß.
> Jeder einzelne Satz. Ich würde mir wünschen,
> dass bei den Grünen mehr Leute (oder überhaupt
> erst mal Leute) sich zu Wort melden, die das
> Soziale derart auf ihre Fahnen geschrieben haben.
> Fällt Dir da eine Name ein?

Ja natürlich: Flocke!

Der Mann spricht immer aus, was ich denke - oder fast. Mir wüde noch viel mehr einfallen. Na ja. Ist ja egal, mich lädt ja nur keiner in solche TalkShows ein - das ist der Unterschied! winking smiley

Aber die Aktion mit den amerikanischen Milliardären hätte ich übrigens nicht gesagt. Weil das machen die nicht aus Edelmut. Das riecht nach Schwefel! Da ist ein Geschäft drin!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2010 16:31 von Flocke.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 16:36:18

GlobalSozialGruen schrieb:
-------------------------------------------------------

> Dies stellt für sich gesehen ein wunderbares
> Beispiel für den Sachverhalt dar, wonach die
> erfolgreiche Leitung eines Unternehmens - sofern
> von besagter Dame geleistet - aus

.... vom Papa geerbt ist zunächst mal keine Leistung. Vom Papa die Ausbildung gezahlt zu bekommen ist zunächst mal keine Leistung. Den Papa als Ko-Geschäftsführer nebenbei zu haben ist noch keine Leistung. Mal sehen, wie sie in 20 Jahren da steht....


> Und schliesslich: wenn ich nicht irre, ist besagte
> Dame Mitglied der FDP. Es ist erstaunlich, welch
> "herausragende" Eigenschaften man als Frau dort
> besitzen muss, um zu Amt und Ehre zu gelangen.
> Blondinen bevorzugt?


Das hab' ich mir fast schon gedacht. Also es hätte mich gewundert, wenn sie nicht bei der FDP wäre. Sehr gewundert! grinning smiley
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 16:53:10

Willy Wusel schrieb:
-------------------------------------------------------
> Dieser Oskar ist noch immer einer der hellsten
> Köpfe in der Politik-Landschaft.

Wie schaffen Sie es, verehrter Herr Wusel, bereits am Montag den Brüller der Woche zu präsentieren? grinning smiley
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 17:04:33

Zitat:
Flocke schrieb:
-------------------------------------------------------
> WiiiiiiiiWuuuuuuuu! Würdest Du mir bitte Deine
> Adresse mitteilen? Ich möchte Dir gerne eine
> Flasche Tai Ginseng schicken.
Hm. Krieg ich auch noch ne Flasche Doppelherz? War heute joggen. Nach 8 km war Schluß. Man, war das trostlos... confused smiley

Zitat:
Ich habe schon
> mehrmals gesagt, dass ich Lafo mag! Ich mochte ihn
> schon immer. Ich unterschreibe das sogar, wenn es
> sein muß.
Wenn Du mal so alt und tattrig bist, wie ich, passiert Dir das bestimmt auch öfter. Aber jetzt vergesse ich es bestimmt nicht wieder... grinning smiley

Zitat:
Aber Lafo ist zunächst mal das was
> eigentlich jeder SPDler sein sollte. ... Er ist kein Kommunist! Und ich würde nicht
> den Fehler machen, zu glauben die LINKEn hätten
> keine verborgenen kommunistischen Ziele nur weil
> Lafo ein LINKEr Oberindianer geworden ist.
Die spannende Frage ist doch: Wenn der Oberindianer der LINKE kein Kommunist ist, wieso steht dann der Rest der Partei bei Dir in Verdacht, eine kommunistische Revolution hier anzetteln zu wollen? Ich habe die vier Wochen Zwangspause hier genutzt, um ein bißchen bei der LINKE zu posten und zu lesen. Da sind einige Linksaußen und Revoluzzer am Werk. Aber - mein Eindruck - es gibt auch ne Menge Leute da, mit denen man reden kann. Da sind ganz viele ehemalige Grüne oder SPDler, die - ähnlich wie Oskar - die Clement-Schröder-Fischer-Politik einfach mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren konnten und sich deshalb eine neue Heimat gesucht haben. Eine, die den Namen: "Partei des kleinen Mannes" wieder ehrlich verdient hat.
Meiner Ansicht nach wird es in D nie wieder für Rot-grün reichen. Entweder werden die mit der FDP oder mit der Linke eine Koalition bilden müssen, um gemeinsam regieren zu können. Nachdem Du unser aller FDP-Schtorch nicht gerade die Hand gereicht hast und auch sonst nicht gerade für allzu ausgeprägte FDP-Zuneigung bekannt bist, frage ich Dich: Wer soll uns denn in Zukunft regieren, wenn man die Linke ewig und drei Tage in die Unfähigkeits/Kommunistenecke stellt? Oder glaubst Du etwa den aktuellen Umfragen, wonach rot-grün alleine zusammen regieren können?

Zitat:
> Hab' ich doch gar nicht gesagt confused smiley Ich habe
> lediglich keine Lust auf Kindergartenspielchen.
> Darauf hatte ich übrigens schon keine Lust als
> ich selbst noch im Kindergarten war grinning smiley
Na ja. Du hältst die Linke wahlweise für verkappte Kommunisten oder ne Kindergarten-Truppe. Da kann ich schlecht annehmen, dass Du von denen mitregiert werden möchtest. Oder doch?

Zitat:
> > Dieser Oskar ist noch immer einer der hellsten
> > Köpfe in der Politik-Landschaft. Und das er
> > damals die SPD verlassen hat, nicht zu den
> Grünen
> > gegangen ist und schlussendlich die Linke
> > mitgegründet hat, ist kein Zufall, sondern hat
> > seine Berechtigung in den von Grünen und SPD
> > gemeinsam geschaffenen Verhältnissen.
>
> Erzähl! Ist mir was entgangen....
Die von Grünen und SPD geschaffenen Verhältnisse heißen Agenda 2010, Hartz 4, Sozialabbau, Besserestellung von Unternehmen, Zockern und Reichen. Was muß ich ich da noch erzählen? Oskar als damaliger Finanzminister sollte all das unterschreiben und mittragen, hat das verweigert und seinen Hut genommen.

Zitat:
> > Fällt Dir da eine Name ein?
>
> Ja natürlich: Flocke!
Hm - lass mich nachdenken: Bei einer "Flocke" konnte ich noch bei keiner Wahl mein Kreuz machen. Aber ich schaue schon jedes mal bis ans Ende es Wahlzettels...
Und auf die bayrische Amazone hoch zu Roß mit Holzschwert warte ich hier im Münsterland immer noch vergeblich. War gerade ein paar Tage in den Alpen wandern. Aber da hatten die Pferde alle keine Reiter/innen... grinning smiley

Zitat:
> Der Mann spricht immer aus, was ich denke - oder
> fast. Mir wüde noch viel mehr einfallen. Na ja.
> Ist ja egal, mich lädt ja nur keiner in solche
> TalkShows ein - das ist der Unterschied! winking smiley
>
> Aber die Aktion mit den amerikanischen
> Milliardären hätte ich übrigens nicht gesagt.
> Weil das machen die nicht aus Edelmut. Das riecht
> nach Schwefel! Da ist ein Geschäft drin!
Deshalb steht bei mir auch weiter oben, dass "fast" jedes Wort von Oskar Hand und Fuß hat. Was er über Klaus Ernst und dessen Porsche sagt, ist auch nicht gerade Oskar at his best...
Übrigens: Sagt Dir der Name Hanna Poddig etwas? Kannst mal googeln. Die hat es auch geschafft, auf sich aufmerksam zu machen und in Talk-Shows zu kommen. Also nach einem Ritt quer durch Bayern, hoch zu Roß, mit Holzschwert und wehender Mähne, nehmen Dich Will, Jauch, Illner und Konsorten sicher mit Freuden... grinning smiley



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2010 17:16 von Willy Wusel.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 17:10:29

Zitat:
Tomorrow schrieb:
-------------------------------------------------------
> Willy Wusel schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Dieser Oskar ist noch immer einer der hellsten
> > Köpfe in der Politik-Landschaft.
>
> Wie schaffen Sie es, verehrter Herr Wusel, bereits
> am Montag den Brüller der Woche zu präsentieren?
> grinning smiley
Hm, na wenn Sie das eine oder andere von Oskar als Unsinn entlarven möchten, können wir hier gerne über dessen Wirtschaftspositionen diskutieren. Setzt natürlich voraus, dass Sie diesbezüglich mehr liefern können als bloße Polemik. Sie können sich ja als Einstieg den Link von Flocke mal ansehen...
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 17:25:15

Lafontaine teilt das Physiker-Schicksal von Angela Merkel. Beide haben von Wirtschaft so viel Ahnung wie der Papst von einer häuslichen Gemeinschaft mit einer Frau und 4 Kindern.

Lassen Sie's gut sein. Da kommt nix bei raus.
Re: Mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für weniger als 6 EUR die Stunde - in was für einem asozialen Land leben wir eigentlich?
 09.08.2010 17:56:01

Willy Wusel schrieb:
-------------------------------------------------------

> Hm. Krieg ich auch noch ne Flasche Doppelherz? War
> heute joggen. Nach 8 km war Schluß. Man, war das
> trostlos... confused smiley

Schaffst Du sonst wohl mehr?
Aber tröste Dich, ich habe mich Heute mit einem leichenschnüffelnden Löwe-Mädchen in die Wolle bekommen und mir wurden wieder meine ganzen Sünden aus den letzten 3000 Jahren vor die Nase gehalten und da ist mir dann auch die Luft weggeblieben grinning smiley

Heute einmaliges Angebot: Ich bin an allem schuld, egal - Finanzkrise, 2. Weltkrieg, Jesus wurde auch von mir ans Kreuz genagelt - kein Thema, nur zu, keine Hemmungen..... winking smiley

> Wenn Du mal so alt und tattrig bist, wie ich,
> passiert Dir das bestimmt auch öfter.

Ja ja! Die alten Männer hier. Die Ausreden immer winking smiley


> Die spannende Frage ist doch: Wenn der
> Oberindianer der LINKE kein Kommunist ist, wieso
> steht dann der Rest der Partei bei Dir in
> Verdacht, eine kommunistische Revolution hier
> anzetteln zu wollen?

Weil sie entsprechende Verdachtsmomente liefern!


> Ich habe die vier Wochen
> Zwangspause hier genutzt, um ein bißchen bei der
> LINKE zu posten und zu lesen. Da sind einige
> Linksaußen und Revoluzzer am Werk. Aber - mein
> Eindruck - es gibt auch ne Menge Leute da, mit
> denen man reden kann. Da sind ganz viele ehemalige
> Grüne oder SPDler, die - ähnlich wie Oskar - die
> Clement-Schröder-Fischer-Politik einfach mit
> ihrem Gewissen nicht vereinbaren konnten und sich
> deshalb eine neue Heimat gesucht haben. Eine, die
> den Namen: "Partei des kleinen Mannes" wieder
> ehrlich verdient hat.

Und die wollen jetzt so genau wissen, was sich die Parteispitze im Dunkeln wünscht confused smiley



> ausgeprägte FDP-Zuneigung bekannt bist, frage ich
> Dich: Wer soll uns denn in Zukunft regieren, wenn
> man die Linke ewig und drei Tage in die
> Unfähigkeits/Kommunistenecke stellt?

Da stellen die sich selbst hin!


> Oder glaubst
> Du etwa den aktuellen Umfragen, wonach rot-grün
> alleine zusammen regieren können?

Ich vermute, dass das passieren wird. Und nach einem Jahr ist dann wieder schwarz/gelb in den Umfragen oben. *gäääähn*


> Na ja. Du hältst die Linke wahlweise für
> verkappte Kommunisten oder ne Kindergarten-Truppe.
> Da kann ich schlecht annehmen, dass Du von denen
> mitregiert werden möchtest. Oder doch?

Sag mal, merkst Du nicht, dass die LINKEn keine Kooperationen suchen?


> Hm - lass mich nachdenken: Bei einer "Flocke"
> konnte ich noch bei keiner Wahl mein Kreuz machen.
> Aber ich schaue schon jedes mal bis ans Ende es
> Wahlzettels...

Mach doch mal! Schreib die grüne Flocke auf den Wahlzettel grinning smiley


> Und auf die bayrische Amazone hoch zu Roß mit
> Holzschwert warte ich hier im Münsterland immer
> noch vergeblich. War gerade ein paar Tage in den
> Alpen wandern. Aber da hatten die Pferde alle
> keine Reiter/innen... grinning smiley

Also, das kann ich ganz einfach erklären. In den Alpen gibt es so kleine Pferdchen, die heissen Haferlinger, äh Haflinger! Diese - ja - seltsam mutierten Ponys/Pferde wie auch immer, die hat der Teufel zusammen mit Paris Hilton erfunden. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt. Ich persönlich habe ihnen den Spitznamen It-Girl-Pferdchen gegeben. Du wirst sehr selten irgendwelche Reiter/innen auf diesen It-Girl-Pferden sehen, weil die ihre Reiter für gewöhnlich am nächsten Baum abstreifen. Und dann sitzen diese It-Girl-Pferdchen-Barbiepuppen-Reiterinnen im Gras und heulen rum, weil sie sich einen Fingernagel abgebrochen haben. Ja! Und so leben diese Haferlinger, äh Haflinger fröhlich ohne Reiter und werden immer dicker und dicker und dicker grinning smiley

Überigens: Man nennt Haflinger auch die Blondinen unter den Pferden und die haben auch meistens pinkfarbene Halfter oder rosafarbene Pferdedecken, bestenfalls noch himmelblaue mit Enzian-Motiv drauf! grinning smiley grinning smiley grinning smiley


> Deshalb steht bei mir auch weiter oben, dass
> "fast" jedes Wort von Oskar Hand und Fuß hat. Was
> er über Klaus Ernst und dessen Porsche sagt, ist
> auch nicht gerade Oskar at his best...

Geschichte kenn' ich gar nicht.

> Übrigens: Sagt Dir der Name Hanna Poddig etwas?
> Kannst mal googeln. Die hat es auch geschafft, auf
> sich aufmerksam zu machen und in Talk-Shows zu
> kommen. Also nach einem Ritt quer durch Bayern,
> hoch zu Roß, mit Holzschwert und wehender Mähne,
> nehmen Dich Will, Jauch, Illner und Konsorten
> sicher mit Freuden... grinning smiley

Genau, nächstes Jahr am 25.Juli auf dem grünen Hügel in Bayreuth - die Gelegenheit um ins Fernsehen zu kommen. Termin ist schon gebongt! Machst mit? Ich könnte noch drei gebrauchen die dabei sind grinning smiley winking smiley



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2010 17:58 von Flocke.
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